Da Vinci und Holly-

 

Eine Liebe mit Leidenschaft und Biss

 

Im Frühjahr, wenn die Tage wieder länger werden, setzen bei den Kätzinnen die Rolligkeit (Raunze) ein. Dann herrscht bei den Katzen Damenwahl. So auch bei unseren Katzen. Ich erzähle hier von der Paarung von Da Vinci ( bevor er in Rente ging) und Holly. Schon Tage vorher schnüffelte unser Kater intensiv an Hollys Hinterteil. Holly billigte dies, allerdings nur, solange Da Vinci sich auch "benahm". War er zu aufdringlich, wurde Holly zickig und Da Vinci kassierte die ein oder andere Bachpfeife. Holly war in dieser Zeit besonders liebesbedürftig. Sie rieb ihr Kinn an Stuhlbeinen, Tischbeinen, Sofa, an uns... und natürlich am Objekt ihrer Begierde: Da Vinci.Die beiden kommunizierten miteinander. Es war eine Mischung aus Gurr und Mauz Lauten, die wir als "Liebesgesäusel" bezeichneten. Unser Kater wich dann seiner Herzensdame nicht von der Seite und wartete geduldig. Einige Tage später signalisierte Holly mit lautem Schreien, welches sich wie Babygeschrei anhörte, dass sie nun bereit wäre. Sie legte sich mit ausgetreckten Vorderbeinen und eingeknickten Hinterbeinen auf dem Bauch vor ihn hin, den Schwanz zur Seite geneigt. Aber Katzendamen wollen erobert werden. Da Vinci liebkoste Holly, gab ihr immer wieder Küsschen. Das Gesäusel wurde immer heftiger bis Da Vinci mit einen beherzten Schrei Holly am Nacken packte (Nackenbiss) und sie mit eingeknickten Hinterbeinen bestieg. Er begann sofort mit Stoßbewegungen des Beckens die Geschlechtsöffnung zu suchen. Dabei trampelte er oft mit den Hinterbeinen um ihre Hüften in die richtige Lage zu bringen. Nach dem Eindringen begann Da Vinci erneut mit Stoßbewegungen des Beckens. Währenddessen wurde Holly immer unruhiger. Die Laute wurden immer dunkler und sie tippelte ungeduldig mit den Hinterbeinen. Das ganze gipfelte dann in einem extasischem Schrei (Deckschrei), der durch Mark und Bein ging. Da der Penis des Katers mit Widerhaken, die in Richtung Körper zeigen, besetzt ist, stellen sich diese beim Herausziehen auf und reizen die Scheidenwände. Diese Schmerzen sind notwendig, um die Ovulation (Eisprung) auszulösen. Da Vinci ließ Hollys Nacken los und sprang zur Seite. Meist entkam er Hollys Pranke, aber leider nicht immer. Zuckerbrot und Peitsche. Holly jammerte gleich los, allerdings klang sie dabei sehr zufrieden und rollte sich lustvoll auf dem Boden. Da Vinci schaute dem Ganzen aus sicherer Entfernung zu. Sie paarten sich in Kopulationsintervallen von 5 bis 20 Minuten über einen Zeitraum von 5 bis 8 Tagen. In dieser Zeit hatten beide nur die Paarung im Kopf. Oftmals vergaßen beide dabei ihren Hunger. Der eigentliche Deckakt dauert zwischen 30 und 120 Sekunden. Jetzt, da Da Vinci in Rente ist, müssen wir  „fremd decken“ lassen. Das heißt, gegen eine dreistellige Decktaxe zieht unsere Katze für eine im, Deckvertag angegebene Zeit, bei ihrem stürmischen Geliebten ein. Wichtig ist, dass die Katze immer zum Kater geht. Eine fremde Umgebung würde den Kater von der eigentlichen Arbeit ablenken. Holly gewöhnt sich recht schnell an ihr kurzzeitiges Liebesdomizil. Für sie ist nur wichtig, dass ein Kater da ist. Sie will nur Sex. Nach 3-5 Tagen wird die Katze wieder abgeholt. Dann darf man gespannt sein, ob es geklappt hat und wenn ja, wie viele Babys es werden.

 


 

Die Tage der Rolligkeit stellen den Katzenbesitzer auf eine harte Geduldsprobe. Katzenliebe ist nicht nur besonders intensiv, sondern auch sehr, sehr laut. Auch in der Nacht. Aber es ist sehr interessant, welche Verwandlung die Kätzin durchlebt. Aus einer sanften, liebenswürdigen Katze wird eine unberechenbare Kratzbürste. Zumindest dem Kater gegenüber.

 

 

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